Zentrum der Spitzenforschung

Grundsteinlegung Forschungszentrum Oldenburg NESSY

OLDENBURG/red. Rund 15 Millionen Euro lassen sich der Bund und das Land Niedersachsen das neue Forschungszentrum Neurosensorik und Sicherheitskritische Systeme, kurz NeSSy, der Universität kosten, für das am Dienstag auf dem Gelände am Küpkersweg mit zahlreichen Gästen die Grundsteinlegung gefeiert wurde.

Bestens angelegtes Geld wie Prof. Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Wissenschaftsministerin, zum Ausdruck brachte. Die Ministerin bezeichnte das Bauvorhaben als den „bedeudendsten Höhepunkt des Jahres" und als „Qualitätssiegel des Wissenschaftsrates", der vor vier Jahren das Bauvorhaben positiv begutachtete. Oldenburg bilde, so das Beratungsgremium, auf dem Gebiet der Hörgerätesysteme bereits heute ein Kompetenzzentrum mit herausragender nationaler und internationaler Ausstrahlung.

Die Arbeiten zu Sicherheitseigenschaften für eingebettete Systeme hätten eine überragende und internationale Bedeutung. Beide Forschungsschwerpunkte seien bundes- und europaweit sehr stark vernetzt. „NeSSy ist für den Wissenschaftsstandort Oldenburg und für das Land Niedersachsen eine wichtige Investition. Durch die enge Verzahnung von Lebenswissenschaften mit technischen Entwicklungen stärken wir beispielsweise die Neurosensorik und schärfen unser Forschungsprofil auch gegenüber internationaler Konkurrenz", betont Ministerin Wanka.

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon beschrieb das Vorhaben als „weiteren Meilenstein für ausgezeichnete Forschung und excellente Lehre". Auch für die European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS) sei NeSSy von großer Bedeutung: Für die neu zu gründende Medizinische Fakultät bilde die Neurosensorik einen Eckpfeiler, so Simon. Physiker und Mediziner Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, lobte die ausführenden Unternehmen und Architekten für die Umsetzung der hohen logistischen Herausforderungen, die durch die verschiedenen technischen Gegebenheiten zu bewältigen waren.

In dem Neubau NeSSy gehte es für die 80 Mitarbeiter künftig darum, interdisziplinäre Grundlagenforschung und angewandte Forschung voranzutreiben und mit einem Konferenzzentrum die Kommunikation zwischen den Wissenschaftlern zu unterstützten. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen innovative Entwicklungen der Medizintechnik und der Mensch-Maschine-Kommunikation. Die Hälfte der Nutzfläche ist für Labore vorgesehen: Akustikbeziehungsweise Hör-Labore, ein Virtual Reality/Usability Labor, Neurophysiologie-Labore für Magnetresonanztomographie, Magnetenzephalographie und bildgebende Verfahren. Repräsentiert werden die Forschungsschwerpunkte von dem Physiker und Mediziner Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, dem Neurobiologen Prof. Dr. Reto Weiler und dem Informatiker Prof. Dr. Werner Damm.

Quelle: SonntagsZeitung Oldenburg 05.02.2012

Bildquelle: Volker Schulze